BambooCup Review – Ein Becher im Alltagstest

7.680.000

Siebenmilionensechsundertachtzigtausend.

So viele Einwegbecher werden in Deutschland jeden Tag verwendet. Also 320.000 pro Stunde (Quelle). Aufs Jahr gerechnet sind das 2.803.200.000 Becher. Das sind Zahlen, mit welchen man im Alltag eher selten konfrontiert wird. Und das, obwohl wir vermutlich jeden Tag unbewusst unseren Teil dazu beitragen: Morgens schnell den Kaffee to go beim Bäcker um die Ecke, oder nachmittags im Uni-Café, wenn die Energie langsam nachlässt, weil man am Tag davor mal wieder zu lange feiern war.

Um diese Mengen nicht auch noch zu vermehren, haben wir unsere Sechser-WG vor knapp sechs Monaten mit vier BambooCups von Chic Mic ausgestattet.

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Copyright: Chic Mic

Der Becher aus Bambus

Die Becher sind aus Bambus, welcher eine der am schnellsten wachsende Pflanzen der Welt ist. Also ein super schnell nachwachsender, ökologischer Rohstoff. Der BambooCup besteht aus 75% Bambusfaser und 25% Melaminharz (dazu später mehr). Laut Hersteller sind die Becher:

  • geruchs- und geschmacksneutral
  • spülmaschinengeeignet, nicht Mikrowellen geeignet
  • mit einem Deckel aus Bambus (kein Silikon)
  • die umweltbewussten Alternativen zu den müllproduzierenden Einwegbechern und Plastikverpackungen

Erwerben kann man den BambooCup oft in Buchhandlungen, Haushaltsgeschäften, allerhand Einrichtungs- und Dekorationsläden und natürlich auf Amazon. Die Preise schwanken dabei zwischen 10€ und 15€

Unsere Becher sind nun seit knapp sechs Monaten regelmäßig in Gebrauch und bis jetzt haben wir nichts dramatisches auszusetzen. Unser Fazit haben wir hier mal in einer Pro und Contra Tabelle für euch zusammengefasst.

Der BambooCup im WG-Alltagstest

Pro

Contra

Die Dichtheit:

Die Becher sind absolut dicht, solange man sie aufrecht und ohne großes Schütteln transportiert. Es gibt zwei verschiedene Deckelversionen, einmal die alten Deckel, die lediglich eine kleine Trinköffnung ohne Verschluss haben und dann die neuen Deckel, die über einen stabilen und sicher schließenden Verschlusshebel verfügen. Aus dem Deckel an sich (dem Schraubverschluss) ist mir noch nie etwas ausgelaufen.

Die neue Deckelversion wurde aufgrund des Kundenfeedbacks eingeführt und verfügen nun über einen patentierten Verschluss.

Um den Unterdruck auszugleichen, der beim Trinken entsteht, ist in allen Deckeln ein etwa nadelgroßes Loch, aus dem natürlich Flüssigkeit austreten kann. Dies ist mir bis jetzt aber erst einmal passiert. Da war der Becher randvoll und ich bin sehr schwungvoll zur Vorlesung gelaufen. (Jep, ich war zu spät dran)

alter und neuer Deckel
Hier sieht man die alte Deckelvariante (oben) und den neuen Deckel mit Verschluss (unten).
Die Robustheit:

Die Becher sind super robust und eignen sich für den täglichen Gebrauch. Wir schleppen unsere fast jeden Tag mit uns rum.

Einer der vier BambooCups hat sich leider mal von der Küchentheke auf unseren Fliesenboden gestürzt, dabei ist ein Stück aus dem Deckel gebrochen. Aber da es sich hier um Eigenverschulden handelt und jeder andere (Hartplastik) Becher auch zu Bruch gegangen wäre, handelt es sich hier für uns um keinen Produktmangel. Außerdem ist der Becher nach wie vor dicht!

Kaputter Deckel
Das ist der Becher, der uns leider kaputt gegangen ist (Eigenverschulden), aber er ist immer noch dicht!
Die Geruchs- und Geschmacksneutralität: 

Die Becher sind absolut geschmacksneutral. Bis jetzt habe ich von schwarzem Kaffee über Chai Latte bis hin zu Grün- und Kräutertee alles darin transportiert und keiner der Geschmäcker ist hängen geblieben. Das liegt vor allem daran, dass der Deckel aus Bambus ist, der anders als Silikondeckel, keine Gerüche und Geschmäcker aufnimmt

Da wir keine Spülmaschine in der WG haben, können wir den Becher immer nur mit der Hand waschen. Dabei gehen nicht immer alle Tee- und Kaffeeränder ab. Vor allem bei dem neuen Verschlusssystem ist es schwierig, beim Säubern (von Hand) in alle Ecken zu kommen.

Dreckige Ecken
Die neuen Deckel haben Kanten, die von Hand schlecht zu reinigen sind.
Die Spülmaschinentauglichkeit: 

Die Becher sehen nach mehrmaligen Testläufen in der Spülmaschine einer befreundeten WG (danke Flo!) noch genau so gut aus wie an Tag eins. Der Aufdruck hat auf allen vier Bechern wunderbar gehalten. Auch nach der fast täglichen Reinigung mit unserem kratzigen Spülschwamm sieht alles noch einwandfrei aus.

Keine Teeränder
Hier sieht man, dass auch nach mehrmaliger Nutzung mit Tee und Kaffee keine Ränder in den BambooCups zurückbleiben.
Die Mikrowellentauglichkeit:

Da in den Bechern Bambusfaser enthalten ist, die in der Mikrowelle anfangen kann zu brennen (klar, ist ja aus Holz) und auch 25% Melaminharz(Bindemittel) zur Zusammensetzung der BambooCups gehört, sind sie nicht Mikowellentauglich.

Das ist meiner Meinung nach der kritischte Contrapunkt. Nicht, weil ich meinen kalten Kaffee so gerne in der Mikrowelle noch mal aufwärme (Iiih), sondern weil es sich bei Melaminharz um ein nicht sonderlich hitzebeständiges Bindemittel handelt. Bei einer Hitzeeinwirkung von ca. 70 Grad lösen sich Giftstoffe wie zum Beispiel Formaldehyd. Laut Hersteller werden hier aber die EU Normen 10/2011 und 1935/2004 eingehalten.

Natürlich sind wir alle der Meinung, dass im Normalfall keine Substanzen aus der Umverpackung auf die Lebensmittel übergehen sollten. Da sich das aber nicht immer verhindern lässt, gibt es den Artikel 3. der EU Norm 1935/2004. Dieser legt fest, dass sich diese Substanzen nur in so geringen Mengen lösen dürfen, dass die menschliche Gesundheit nicht gefährdet ist, es zu keiner unvertretbaren Veränderung der Zusammensetzung der Lebensmittel kommen darf und die geruchlichen und geschmacklichen Eigenschaften der Lebensmittel nicht beeinträchtigt werden dürfen. (Quelle)

Der Hersteller äußert sich in seinem Informationsblatt zu seinen Bambusproduckten folgendermaßen: „In diesen Verordnungen ist geregelt, dass bei Füllung mit heißen Flüssigkeiten unter
Prüfbedingungen über 2 Stunden (permanent) 70° Grad und danach 24 Stunden (permanent) 40°
Grad, nicht mehr als eine Höchstmenge von 10 mg/dm2 des Lebensmittelbedarfsgegenstandes auf
Lebensmittel übergehen. Dieser Grenzwert wird nach Prüfung unseres Produktes durch TÜV
Rheinland nach Art und Umfang der Gesamtmigrationsprüfung eingehalten.“

Die Motive:

Durch die unglaublich breite Auswahl an Motiven (insgesamt 53), ist wirklich für jeden was dabei.

Die Rabatte und der Umweltschutz:

Dieser Punkt ist uns tatsächlich relativ schnell aufgefallen. In vielen Cafés bekommt man Rabatt auf den Kaffee to go, wenn man seinen eigenen Becher mitbringt. Das sind zwar manchmal nur ein paar Cent, aber bei einem Kaffee pro Tag rechnet es sich auf jeden Fall. Auch haben wir in den letzten Monaten durch die Nutzung der BambooCups ein Menge Pappbecher gespart.

Der BambooCup hält was er verspricht

Zusammenfassend kann  ich also sagen, das Pro überwiegt, denn die Becher sind:

    • geruchs- und geschmacksneutral
    • robust
    • spülmaschinengeeignet
    • 400ml Fassunsvolumen

 

  • super chic
  • umweltfreundlich
  • der Grund für Rabatte beim Kaffee to go 😉

So, nach diesem riesigen Beitrag gehe ich erst mal ins Uni-Café und gönne mir einen wohlverdienten Chai Latte in meinen BambooCup!

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Copyright: Chic Mic

Nachdem wir unsere BambooCups schon einige Monate in Verwendung hatten, kam uns die Idee, unsere Erfahrung in einem Blogbeitrag zu veröffentlichen. Daraufhin haben wir die Firma Chic Mic kontaktiert um weitere Informationen zu den Bechern zu erhalten. Zusammen mit den Informationen haben wir zwei Becher erhalten. Dieser Beitrag ist jedoch in keiner Weise werbend sondern ausschließlich unsere eigene Meinung die sich auch durch das Geschenk der Firma nicht geändert hat!

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